Häufig gestellte Fragen zu Alpakas
Bei einem Besuch auf unserer Alpakafarm …
…werden uns oft ähnliche Fragen gestellt. Das allgemeine Interesse ist groß, denn Alpakas haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Da nicht jeder unsere Alpakafarm besuchen kann, beantworten wir hier einige der häufigsten Fragen – kurz, verständlich und praxisnah.
Spucken Alpakas?
Ja, Alpakas spucken – aber nicht so, wie es der Volksmund oft darstellt. Es sind keine „Schleimgebilde“, sondern mehr oder weniger verdautes Gras aus dem Vormagen. Menschen trifft es eher nur zufällig, denn in den meisten Fällen wird damit die Rangordnung „ausdiskutiert“.
Auch wenn sich ein Alpaka bedroht fühlt, kann es spucken. Diese „Bedrohungen“ reichen vom zu nahen Beieinanderstehen beim Fressen über schmerzhafte Behandlungen (z. B. beim Tierarzt) bis hin zum Abwehren eines Hengstes durch eine tragende Stute.
Wozu sind Alpakas nützlich? Kann man sie essen?
Alpakas werden je nach Kontinent zu unterschiedlichen Zwecken gehalten. In ihrer südamerikanischen Heimat werden sie umfassend genutzt. Die Produktion der sehr weichen und wertvollen Alpaka-Fasern hat einen hohen Stellenwert. Für die Ernährung der Bevölkerung auf den Hochebenen der Anden leisten Alpakas ebenfalls einen Beitrag.
Zur Fleischgewinnung kommen Tiere dort u. a. aus Gründen der Futterknappheit zum Einsatz – etwa wenn im Alter die Wollleistung nachlässt oder Defekte vorliegen. In europäischen Alpakafarmen wird die Fleischgewinnung aufgrund der hohen Anschaffungskosten in der Regel nicht genutzt.
Der Kot, der leicht auf zentralen Kotplätzen einzusammeln ist, dient als Dünger. Die Verwendung des Vlieses zur Wollegewinnung hat einen hohen ideellen Wert – Alpaka-Fasern begeistern durch Feinheit und hervorragende Eigenschaften.
Die einzigartigen Eigenschaften von Alpakas spürt man sofort, wenn man ihnen begegnet: Sie strahlen Ruhe und Freundlichkeit aus. Man hat schnell das Gefühl, positiv angenommen zu werden. Daher eignen sich Alpakas auch für Tiertherapien.
Alpakas stellen oft das dar, was unter Menschen manchmal verloren gegangen ist.
Was machen Alpakas im Winter auf unserer Farm?
Alpakas leben in ihrem Herkunftsgebiet, den Anden, in Höhen bis 4500 m. Extreme Temperaturgegensätze sind dort alltäglich und für Herden nicht ungewöhnlich. Die klimatischen Bedingungen in Deutschland sind dagegen eher mild.
Unsere Alpakas sitzen bei Schneesturm gern bei Heu und Wasser im Stall. Hohen Neuschnee mögen sie nicht besonders – alles andere macht ihnen jedoch kaum Probleme.
Woher stammen Alpakas?
Alpakas stammen aus den Anden in Südamerika. Dort leben sie in Höhen bis 5000 m. Der Bestand an Alpakas wird heute auf ca. 3 Millionen Tiere geschätzt. 99 % aller Tiere leben in Südamerika (Peru, Bolivien und Chile).
Welche Laute geben Alpakas von sich?
Alpakas sind ruhige und leise Tiere. Das Alpaka-„Hmm“ ist der meistverwendete Laut – oft als zufriedenes Summen zu hören. Es kann aber auch nervös oder energisch vorgebracht werden.
„Sagt“ eine Stute z. B. energisch „Hmm, Hmm“, folgen ihr häufig die anderen. Mit einem lauten, hohen Wiehern oder Schreien reagieren Alpakas meist nur in Gefahrensituationen.
Wie viele Alpakas sollte man mindestens halten?
Alpakas sind Herdentiere und sollten nicht allein gehalten werden. In der Praxis bedeutet das: mindestens zwei Tiere, besser eine kleine Gruppe, damit sie ihr Sozialverhalten ausleben können.
Brauchen Alpakas einen Stall?
Ein wettergeschützter Unterstand ist wichtig, besonders bei Dauerregen, Wind und starkem Schneefall. Viele Alpakas nutzen ihn freiwillig, vor allem zum Ruhen und wenn das Wetter unangenehm ist.
Sind Alpakas für Kinder geeignet?
Alpakas sind in der Regel sanft und ruhig, aber keine Kuscheltiere. Mit klaren Regeln, ruhigem Verhalten und Aufsicht können Kinder Alpakas sehr gut erleben – besonders beim Füttern und Beobachten.
Wie pflegeintensiv ist die Alpakahaltung?
Tägliche Grundversorgung (Futter, Wasser, kurzer Check) ist schnell erledigt. Dazu kommen regelmäßige Aufgaben wie Weidemanagement, Parasitenkontrolle und die jährliche Schur.
Riechen Alpakas stark?
Alpakas gelten als sehr „saubere“ Tiere und nutzen meist feste Kotplätze. Dadurch lässt sich der Mist leicht entfernen, und die Haltung bleibt insgesamt geruchsarm.